Therapie nach Maitland

Der Australier Geoffrey D. Maitland ist ausgebildeter Physiotherapeut und war Schüler und Mitarbeiter von Dr. J. Cyriax.

Maitland war auf der Suche nach verfeinerten Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten und entwickelte so das Maitland-Konzept. Behandelt werden Funktionsstörungen an peripheren Gelenken (z.B. Schulter, Kniegelenk) und an der Wirbelsäule. Der Therapeut wendet eine spezifische Art des Denkens und Handelns bei der Befunderhebung und Behandlung an.

Die Überlegungen des Therapeuten zur Indikation und Dosierung der Behandlung bewegen sich auf zwei Ebenen. Auf der einen, der theoretischen Ebene, werden Hypothesen über die Ursachen der Störung und Lokalisation der betroffenen Strukturen aufgestellt. Auf der anderen, eher klinischen Ebene wird das Verhalten der Beschwerden im Alltag und während der Bewegungstests analysiert. Die klinische Ebene ist für die Behandlung im Maitland-Konzept die leitende Ebene. Die passiven Mobilisationen im Maitland-Konzept finden sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden Anwendung.